Ich wollte eigentlich wieder einmal etwas Fruchtiges in Form eines Kuchen machen. Irgendwie wurden ich von der Idee abgebracht und plötzlich wurde die Idee zu einer Malakoff geboren. Ich wollte keine Torte machen sondern eher eine Schnitte. Ich habe meine Kastenformen durchgesehen und habe die größte und breiteste genommen. Ich war fest der Meinung ich habe noch Biskotten/Löffelbiskuit zu Hause da ich meistens welche einfach in Reserve habe. Speziell wenn ich ein schnelles Dessert benötige sind Biskotten immer hilfreich. Inzwischen war klar, nein ich habe keine zu Hause, weiters war klar, nein ich will nicht nochmal einkaufen gehen. Wenn ich schon backe, dachte ich kann ich doch auch mal die Biskotten selber backen. Das war nun Premiere. 🙂

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Zutaten:

für Biskuit

3 Eier

90g Zucker

90g Mehl

1 EL Vanillezucker

 

für Biskotten ergibt ca. 36 Stk

2 Eier

80g Staubzucker

70g Mehl

10g Maisstärke

 

für Creme

1 Pkg Vanillepuddingpulver

500ml Milch

3 El Zucker für Pudding

1 Pkg QimiQ Vanille

100g Mandeln

250g Schlagobers

150g Mascarpone

ca 80g Zucker (wenn man es etwas süßer möchte)

2-3 EL Rum zum Beträufeln

 

 

 

 

 

 

 

 

Zubereitung:

Eier und Zucker ca 10min mit Ballonbesen der Kenwood schaumig aufschlagen. Mehl mit Handschneebesen vorsichtig unterheben und Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen. Bei 190C ca 10-12min backen. (backe auf Sicht). In der Zwischenzeit eine Kastenform mit Frischhaltefolie auslegen, wo noch ein gutes Stück überhängen sollte. Das benötigt man nach zum Schließen. Wenn das Biskuit fertig gebacken ist, auf feuchtes mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen und Backpapier abziehen. Falls es sich schlecht löst, mit kalten Tuch über das Backpapier wischen. Biskuit gleich einrollen und die Länge an die Kastenform anpassen. Wenn es zu lange ist, einfach abschneiden. Ich habe auf beiden Seiten gekürzt, daß ich schöne Kanten habe. Die geschnittene Roulade in die Kastenform legen und entrollen. Die Seitenteile hoch klappen sodaß es an den Seitenwänden oben bleibt. Ich habe zur Unterstützung das bezuckerte Geschirrtuch in die Form gelegt.

Normalerweise würde ich während das Biskuit auskühlt, den Pudding laut Anleitung kochen. Ich mache das am liebsten mit meiner Cooking Chef da mir kein Pudding anbrennt und ich selbst nicht rühren muss. Da ich aber keine Biskotten zu Hause hatte, habe ich jetzt nochmals den Biskuitteig für die Biskotten gemacht und die Masse in einem Spritzsack mit glatter Tülle gefüllt. Ca 5-8cm lange Streifen auf ein mit Backpapier, Dauerbackfolie, oder Silikonmatte dressieren und mit wenig Staubzucker bestäuben und kurz antrocknen lassen. Ich fand die Silikonmatte eignet sich besser, da sie sich besser lösen. Vielleicht liegt es auch daran, daß die Dauerbackfolie schon etwas älter ist. Die Biskotten bei 160C ca 15min backen.

So jetzt kommt bei mir der Pudding dran, solange die Biskotten backen. Fertigen Pudding in ein Schüssel umfüllen und immer wieder mit Handschneebesen durchrühren. So kühlt er schneller aus und bildet keine Haut. Natürlich könnte man den Pudding ganz am Anfang machen. Das ist jedem selbst überlassen. 🙂

Als nächstes Schlagobers schlagen und in einer anderen Schüssel zuerst das QimiQ glatt rühren und dann den Mascarpone dazu und auch kurz glatt rühren. Dann gebe ich den ausgekühlten Pudding und die Mandeln dazu, verrühre alles nochmals gut und mische vorsichtig das Schlagobers dazu.

Jetzt geht’s an die Schichten. Zuerst etwas Creme in die Kastenform geben (ca 3 kleine Suppenschöpfer) und verteilen. Dann habe ich 6 Biskotten mit glatten Seite nach oben, also zu mir schauend gelegt und mit Rum beträufelt. Wenn man die Biskotten alle in die gleiche Richtung und mit der selben Seite hineinlegt, ergibt es nachher ein besseres Bild.

Nun wieder eine Schicht Creme und wieder Biskotten und ein drittes Mal den Vorgang wiederholen. In der letzten Schicht wollte ich zuerst nicht mit den Biskotten enden, da ich noch Biskuit Teig für den Abschluss habe. Da ich 36 Biskotten hatte und für 2 Schichten nur 12 benötigte habe ich spontan noch welche “obenauf” gelegt. Sie sind recht dünn daher konnte ich noch etwas in die Creme drücken. Mit gekauften würde ich das nicht mehr machen. Den Abschluss mit Biskuit habe ich so gemacht, dass eine Seite in der Form länger war und somit in die Mitte geklappt habe. Den anderen Teil habe ich mit dem Anfangs abgeschnittenen Randstück geschlossen. Frischhaltefolie zuklappen und über Nacht kalt stellen. Falls man sie am selben Tag benötigt, dann sollte es mindestens 3h gekühlt werden.

Am nächsten Tag, Folie öffnen und Kuchen auf eine Tortenplatte stürzen, oder auf Backpapier wenn man noch Mandelblättchen für die Seiten verwenden möchte.

Ich habe nochmals Schlagobers geschlagen und alle Seiten damit eingestrichen.

Zum Dekorieren die Mandelblättchen vorher in einer trockenen Pfanne leicht braun rösten, auskühlen lassen und dann den Kuchen damit dekorieren. Ich hatte noch so viele Biskotten über, daher habe ich noch welche für die Deko verwendet, sowie gebrannte Mandeln vom Naschmarkt.

Wenn man mit der Deko fertig ist, daß Papier mit Hilfe eines Tortenheber, oder Palette herausziehen.

Mit einem vorher heiß abgespülten Messer schneiden und anrichten.

 

Ergänzung: Ich fand es eine Spur zu wenig süß und habe oben in den Zutaten noch ca. 80g Zucker ergänzt. Bei selbstgebackenen Biskotten würde ich diese beim nächsten Mal entweder doppelt legen, oder dicker backen. Sie sind als Schicht etwas dünn.