Wer schon mal Gnocchi selbst gemacht hat, weiß dass man diese mit gekauften nicht vergleichen kann. Nicht nur, daß sie sich optisch von gekauften sehr stark unterscheiden, sondern auch sehr vom Geschmack und der Konsistenz.

Ich habe sie meist mit per Hand gemacht und mit einer Gabel geformt. Dann kam die Tupper Presse dazu, jedoch hängt es hier sehr von der Konsistenz ab, wie leicht oder wie schwer sich die Gnocchi mit der Presse formen lassen.

Ganz neu ist die Gnocchi di Patata Matrize von Pastidea für den Philips Pasta Maker. Ja genau eine Kartoffel Gnocchi Matrize für eine Nudelmaschine. Klingt unglaublich, gibt es aber.

Ich musste die nach Ankunft gleich probieren und habe Gnocchi mit gebratenen Schinken und Zucchini an einer Mascarpone Obers Sauce gemacht.

Natürlich kann man die Gnocchi auch per Hand machen, daher jetzt bitte nicht abschrecken lassen.

Wer auch keine Kartoffelpresse oder Fleischwolf hat kann die Kartoffel über eine Raffel reiben. Also viele Wege führen zum Ziel.

Zutaten für Gnocchi: ergibt ca 4 grosse Portionen

600g gekochte/gedämpfte Kartoffeln (am besten ein paar Tage alt – bei mir waren es 4 Tage)

250g Semola (evtl mehr) – ital Hartweizengrieß

1 Ei

50 g Kartoffelstärke

etwas Salz

 

Zutaten für die Sauce:

1 kl Zwiebel

150g Schinken

1 kl oder 1/2 Zucchini

1 gr EL Mascarpone

100-150ml Schlagobers/Sahne

etwas Knoblauch/Paste9

Sz, Pf, Muskatnuss

etwas Öl zum Anbraten

 

Zubereitung:

für die Gnocchi mit der Matrize muss man die Kartoffeln vorkochen, oder dämpfen. Das heißt nicht frisch gekocht verwenden. 3-4 Tage ist ratsam. So habe ich die Kartoffeln gedämpft und mit der Schale in den Kühlschrank gestellt. Nach 4 Tagen habe ich sie geschält und mit dem Fleischwolf, ein Zubehör von meiner Kenwood gewolft und dann mit den anderen Zutaten vermischt.

Ich wollte den Teig nicht zu viel oder zu lange kneten daher kam sie in einen Multikocher/Mixer mit Flügelmesser. Danach habe ich meine Nudelmaschine – Viva zusammengebaut und den Teig eingefüllt. Hier habe ich nur 1x die Knetfunktion aktiviert und auf die Ausgabe gewartet. Mit einer dünnkantigen Teigkarte (von Pralinen) schneide ich die Gnocchi ab und lege sie auf ein mit Semola bestreutes Brett. Wenn die Ausgabe durch die Automatik stoppt drehe ich den Schalter nach links und arbeite mit dieser Ausgabe. Die Kartoffeln, oder der Teig war schon noch recht feucht, daher habe ich schon noch Semola hinzugefügt.

In der Zwischenzeit habe ich einen Topf mit gesalzenem Wasser aufgestellt und zum Kochen gebracht. Wenn der gesamte Teig verarbeitet ist gebe ich die Gnocchi in das heiße Wasser und drehe den Herd gleich hinunter. Die frischen Gnocchi sind in wenigen Minuten fertig und sollten nicht kochen. Wenn sie fertig sind, steigen sie auf und schwimmen oben. Wenn ihr parallel noch nicht mit der Sauce begonnen habt, dann die Gnocchi abseihen und etwas Kochwasser zurückbehalten.

In einer Pfanne den klein geschnittenen Zwiebel (dafür nehme ich inzwischen am liebste den kleine Speedyboy von Tupper) mit etwas Olivenöl anbraten und noch klein geschnittenen Schinken und Zucchini dazu geben. Je nachdem wie groß die Zucchini Stücke sind, dauert es länger oder kürzer. Mit Schlagobers aufgießen und leicht köcheln lassen. Dann die abgeseihten Gnocchi dazugeben, gut vermischen, würzen und abschmecken. Wenn die Sauce nicht dünn genug ist, noch etwas Kochwasser dazu geben und verrühren.

Wer noch frischen Bärlauch hat kann den fein nudelig schneiden und drüber streuen.

Tipp: für eine vegetarische Variante einfach den Schinken weglassen und noch ein zweites Gemüse vielleicht dazu geben.